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Scharon zum dritten Mal operiert

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Scharon zum dritten Mal operiert

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Wegen seines dramatischen Gesundheitszustandes ist Israels Ministerpräsident Ariel Scharon zum dritten Mal operiert worden. Nach dem fast fünfstündigen Eingriff habe sich die Situation “deutlich verbessert”, sagte der Leiter des Hadassah-Krankenhauses in Jerusalem, Schlomo Mor Josef. Nach einer neuen Computertomographie gebe es keine Blutungen mehr im Schädel des 77-Jährigen, sein Zustand sei “ernst aber stabil”.

Weitere Angaben über den Gesundheitszustand des Ministerpräsidenten machte er zunächst nicht. Scharon hatte am 1. Januar an seiner letzten Kabinettssitzung teilgenommen. Am Mittwochabend erlitt er einen zweiten, schweren Schlaganfall. Die Ärzte rechnen mit bleibenden Schäden an dessen Gehirn. Scharon soll zwischen 48 und 72 Stunden in einem künstlichen Koma bleiben und dann schrittweise und kontrolliert wieder geweckt werden. Scharons Söhne, andere Angehörige, Freunde und Vertraute kamen ins Krankenhaus.

Auch sie rechnen größtenteils nicht damit, dass er sein Amt als Ministerpräsident weiterführen können wird. Scharon hatte bereits im Dezember einen leichten Schlaganfall erlitten. Danach war er mit blutverdünnenden Mitteln behandelt worden. Auf seiner Farm in der Negev-Wüste hatte er am Mittwochabend plötzlich über Unwohlsein und Druck in der Brust geklagt. Daraufhin war er umgehend ins Krankenhaus gebracht worden. Seitdem kämpfen die Ärzte sein Leben.