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Sorge um Scharon in den USA: Präsident Bush betet für seinen Verbündeten

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Sorge um Scharon in den USA: Präsident Bush betet für seinen Verbündeten

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In den USA hat die schwere Erkrankung Ariel Scharons Bestürzung und Sorge ausgelöst. US-Präsident George W. Bush übermittelte Scharon seine Genesungswünsche und meinte, die ganze Nation leide mit dem israelischen Regierungschef: “Wir beten für seine Gesundheit. Er ist ein guter Mann, ein starker Mann, ein Mann, dem die Sicherheit des israelischen Volkes am Herzen liegt und ein Mann, der eine Vision für den Frieden hat. Möge Gott ihm beistehen.” Bush verbindet mit Scharon eine enge politische Beziehung. Die US-Regierung befürchtet, dass der Nahost-Friedensprozess ohne Scharon erneut ins Stocken geraten könnte.

Auch der frühere US-Außenminister Lawrence Eagleburger und Ex-Verteidigungsminister Alexander Haig zeigten sich besorgt. Das sei eine Katastrophe, urteilte Eagleburger. Haig meinte, dass nun alles in Gottes Hand liege: “Israel war jahrelang in der glücklichen Lage, jene Führungsfiguren hervorzubringen, die das Land in der Krise benötigte. Ich bin zuversichtlich, dass das auch jetzt geschehen wird.” Für Eagleburger werden nun alle Erfolge Scharons in Frage gestellt – denn vieles sei nur deshalb so erfolgreich gewesen, weil Scharon dahinter gestanden habe. Auf die Frage, ob der Friedensprozess nun zu entgleisen drohe, antwortete Eagleburger mit einem knappen “wahrscheinlich”. Mitglieder der jüdischen Gemeinde New Yorks beteten in dem Konsulat Israels für Scharon. Auch in der Chabad Lubavitch Synagoge in New York versammelten sich zahlreiche Gläubige.