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Sorge um Scharon: Israels Ministerpräsident zum dritten Mal operiert

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Sorge um Scharon: Israels Ministerpräsident zum dritten Mal operiert

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Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon ist am Freitag erneut am Gehirn operiert worden. Der Leiter der Hassada-Klinik in Jerusalem, Schlomo Mor-Jossef, erklärte, bei einer Computertomographie habe man neue Hirnblutungen sowie Schwellungen im Schädel entdeckt und Scharon daraufhin sofort in den Operationsaal gebracht. Es ist bereits die dritte Operation innerhalb von 48 Stunden. Laut US-Ärzten hat der israelische Regierungschef inzwischen wahrscheinlich bereits irreparable Hirnschäden erlitten, da bei jeder neuerlichen Hirnblutung weitere Teile des Gehirns zerstört würden.

Am 1. Januar hatte Scharon an seiner letzten Kabinettssitzung teilgenommen. Wenige Tage später, am Mittwoch abend, hatte er über Unwohlsein und Druck in der Brust geklagt und war sofort in die Hassada-Klinik in Jerusalem gebracht worden. Laut Mor-Jossef ist es nicht klar, wann genau die Hirnblutungen begonnen hätten – dies mache die Situation noch komplizierter, so der Klinikeiter. Noch am Freitag morgen hatte es geheißen, Scharons Zustand sei ernst, aber stabil. Scharons Söhne, andere Angehörige, Freunde und Vertraute kamen ins Krankenhaus. Außerdem wurden auch Interims-Regierungschef Ehud Olmert und Friedensnobelpreisträger Schimon Peres in der Klinik erwartet.