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Sorge um Scharon nach Notoperation

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Sorge um Scharon nach Notoperation

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Während der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon nach seinem schweren Schlaganfall mit dem Tode ringt, versammeln sich Juden in aller Welt, um für seine Genesung zu beten.

Betroffenheit und Sorge auch in den Pariser Synagogen. Von staatlicher Seite hatte Präsident Jacques Chirac den Wunsch geäussert, dass die mutigen Initiativen des israelischen Staatschefs fortgesetzt würden. Scharon sei es nicht nur um die Macht gegangen, so ein Franzose, sondern um das Wohl Israels, das Wohl der Welt. In Rom schloss sich auch der italienische Premierminister den Gebeten der jüdischen Gemeinde an. Mit dem Abgang Scharons würde sich eine Tür schliessen und die Chance auf Frieden in weite Ferne rücken, erklärte er. Die römischen Juden seien sehr betroffen, meint ein Italiener. Selbst in schwierigen Situationen sei Scharon in der Lage, den israelischen Staat zu retten. Und er habe grosse Stärke bewiesen, als er sich entschlossen habe, Friedensgespräche mit den Palästinensern aufzunehmen. Russlands Präsident Wladimir Putin sprach sein tiefes Mitgefühl aus, während sich die EU-Kommission sehr besorgt über Scharons Zustand und die allgemeine politische Lage zeigte. Experten zufolge sind die Aussichten auf eine Genesung ohne Hirnschaden nach dem schweren Schlaganfall des 77-Jährigen “fast gleich null”.