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Israel: Hirnblutungen bei Scharon gestoppt, Zustand weiterhin kritisch

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Israel: Hirnblutungen bei Scharon gestoppt, Zustand weiterhin kritisch

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In Jerusalem haben Ärzte im Hassadeh-Krankenhaus mit einer dritten Notoperation den Zustand von Ministerpräsident Ariel Scharon deutlich verbessern können.Scharon liegt weiter im künstlichen Koma. Sein Gesundheitszustand war zuvor nach zwei Operationen mehr als 24 Stunden lang als “ernst, aber stabil” bezeichnet worden. Scharons Überlebenschancen seien nun gestiegen, das Gehirn des Ministerpräsidenten habe aber mit dem Schlaganfall am Mittwoch einen nicht mehr heilbaren Schaden erlitten, hieß es. Diese Aufnahmen zeigen ihn im Krankenwagen, der ihn nach Jerusalem brachte. Der Leiter der Klinik, Schlomo Mor Josef, sagte in Jerusalem, eine Computertomographie habe gezeigt, dass es keinerlei Blutungen mehr im Gehirn des 77-Jährigen gebe. Sein Zustand sei aber noch immer kritisch.

In der israelischen Politik wird unterdessen nach Strategien für die Ära nach Scharon gesucht. Vertreter von Scharons neuer Partei Kadima versammelten sich gestern, um über den künftigen Kurs zu beraten. Inzwischen soll es Versuche aus Scharons Ex-Partei, dem Likud-Block, geben, zu Kadima übergetretene Politiker zurückzugewinnen. Laut Meinungsumfragen würde Kadima auch mit anderen Politikern an der Spitze etwa 40 der 120 Sitze in der Knesset bekommen könnte. Ende März sollen in Israel vorgezogenen Parlamentswahlen stattfinden. In drei Wochen bereits sind die Palästinenser zum Urnengang für eine neue Volksvertretung aufgerufen.