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Spanischer Heereschef wird wegen politischer Äußerungen entlassen

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Spanischer Heereschef wird wegen politischer Äußerungen entlassen

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Wegen seiner politischen Äußerungen droht dem Oberkommandierenden des spanischen Heeres, Generalleutnant Jose Mena Aguada, die Entlassung. Bis auf weiteres wurde er unter Hausarrest gestellt. Zuvor war der Heereschef von Verteidigungsminister Jose Bono einbestellt worden. Dieser ordnete die Entlassung an, die allerdings noch vom Ministerrat bestätigt werden. Der 63-jährige Mena Aguado hatte am Freitag bei einem Empfang mit König Juan Carlos gesagt, ein eigenständiges Katalonien gefährde die Einheit Spaniens. Die Äußerung wurde als indirekte Drohung mit einem Einsatz des Militärs aufgefasst. Auch der Generalstab hatte danach die Absetzung Mena Aguadas gefordert. In der Presse lösten die Worte Entrüstung aus. Manche Medien brachten sie mit dem gescheiterten Militärputsch von 1981 in Verbindung. Im November hatte das Parlament in Madrid der Forderung Kataloniens nach einer weiterreichenden Autonomie zugestimmt. Ein entsprechendes Gesetz steht allerdings noch aus. Auch will sich Katalonien künftig als Nation definieren und eigenständig Steuern erheben.