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Sharon soll Montag aus künstlichem Koma geweckt werden

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Sharon soll Montag aus künstlichem Koma geweckt werden

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Der israelische Regierungschef Ariel Scharon befindet sich nach wie vor in einem kritischen aber stabilen Zustand. Dies erklärte der ärztliche Direktor der Hadassah-Universitätsklinik, Professor Shlomo Mor-Yosef, nach dem großen ärztlichen Konsilium vom Vormittag:Die an der Behandlung beteiligten Fachärzte hätten entschieden, ab Montag vormittag die Narkosemittel langsam zu reduzieren und den Ministerpräsidenten in den Wachzustand zurückzuversetzen, sofern sich sein Zustand inzwischen nicht verschlechtere. Die am Vormittag durchgeführte Computertomographie habe eine weitere Verbesserung des Zustands von Sharons Gehirn ergeben: Die Schwellung sei zurückgegangen, und auch andere Parameter ließen es zu, das künstliche Koma zu beenden. Aussagen über bleibende Schäden seien erst nach dem Ende des künstlichen Komas möglich, erklärte Professor Mor-Yosef. Der Neurologe Zeev Feldman vom Tel-Hashomer Krankenhaus in Tel Aviv erklärte, da die linke Hirnhälfte Sharons anscheinend intakt sei, habe er gute Chancen, wieder sprechen und Sprache verstehen zu können, und auch seine Gedächtnisfunktionen dürften zurückkehren.Ariel Sharon wurde am Mittwoch von seiner Ranch in der Negev-Wüste in das Universitäts-Klinikum in Jersulamen gebracht. Dort wurden ausgedehnte Hirnblutungen und ein schwerer Schlaganfall festgestellt. Sharon hatte bereits Mitte Dezember einen leichten Schlaganfall erlitten; damals konnte er das Krankenhaus noch am selben Tag wieder verlassen. Nach dem schweren Schlaganfall vom vergangenen Mittwoch wurde Sharon drei Notoperationen unterzogen.