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Türkei: Vogelgrippefälle auch im Westen des Landes

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Türkei: Vogelgrippefälle auch im Westen des Landes

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In der Türkei ist die Vogelgrippe erstmals auch im Westen des Landes nachgewiesen worden. In zwei Provinzen ordneten die Behörden die Tötung tausender Hühner an. In mehreren Regionen Mittel- und Ostanatoliens gelten ebenfalls Massentötungen von Geflügel, Quarantänen, Verkaufs- und Transportverbote. An diesem Sonntag wurde das lebensgefährliche Virus H5N1 erstmals bei drei Menschen aus der Region der Hauptstadt Ankara entdeckt. Fälle der Tierseuche wurden bei Hühnern in der Provinz Bursa sowie in einer zweiten Provinz im Nordwesten festgestellt. Ob es sich dabei ebenfalls um den für Menschen gefährlichen Virustyp H5N1 handelt, ist noch unklar. Drei Kinder aus dem osttürkischen Dogubeyazit waren in den vergangenen Tagen an den Folgen einer Infektion mit der Vogelgrippe gestorben, zwei von ihnen nachweislich nach einer Ansteckung mit dem H5N1-Virus. Insgesamt werden in der Türkei mindestens 30 Patienten behandelt, die mit dem Erreger infiziert sind. Weil der Iran eine Ausbreitung der Seuche befürchtet, sind die Grenzen zur Türkei geschlossen worden. Eine Delegation der Weltgesundheitsorganisation befindet sich inzwischen im Osten des Landes. Fachleute wollen untersuchen, wie sich die Betroffenen angesteckt haben und wie eine weitere Ausbreitung der Vogelgrippe verhindert werden kann.