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Vogelgrippe in der Türkei weiter auf dem Vormarsch


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Vogelgrippe in der Türkei weiter auf dem Vormarsch

In der Türkei erkranken immer mehr Menschen an der Vogelgrippe. Allein am Montag bestätigte das Gesundheitsministerium fünf neue Fälle. Ob es sich bei der Infektion um den für Menschen gefährlichen Typus H5N1 handelt, wurde bislang nicht mitgeteilt. Damit stieg die Zahl der nachgewiesenen Fälle von Vogelgrippe bei Menschen auf 14, inklusive der drei Todesopfer von vergangener Woche. Der türkische Gesundheitsminister Recep Akdaq mußte sich am Montag im osttürkischen Dogubeyazit schwere Vorwürfe von der Bevölkerung anhören. Die Regierung habe zu spät reagiert, darüber hinaus werde man nicht ausreichend oder gar nicht informiert, hiess es von Seiten der Bevölkerung. Gesundheitsminister Akdaq wurde von einem Exptertenteam der Weltgesundheitsorganisation WHO begleitet. Ein Sprecher warnte vor einer Panikmache in Europa, bislang gebe es keinen Fall einer Übertragung von Mensch zu Mensch. In den von dem Virus betroffenen Regionen der Osttürkei wird weiterhin Federvieh gekeult. Dort beklagen sich die Bewohner, dass sie nun nichts mehr zu essen hätten. Sie seien in ihrer Not vollkommen allein gelassen, so ein Dorfbewohner. Die Europäische Union erließ umgehend vorbeugende Maßnahmen. So wurde das bereits bestehende Einfuhrvebot für Geflügel und Geflügelprodukte auf Federn ausgedehnt. In Deutschland wurden Kontrollen an den Flughäfen verschärft. An den Grenzen werden nun verstärkt Reisebusse überprüft. Bei den Reisenden wird etwa nach rohem Geflügel oder Federn gesucht. Bund und Länder wollen noch in dieser Woche über mögliche Gefahren angesichts der Vogelgrippefälle in der Türkei beraten.

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