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Europäischer Gerichtshof erklärt Entschädigungen für Flugpassagiere für rechtens

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Europäischer Gerichtshof erklärt Entschädigungen für Flugpassagiere für rechtens

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Europas Fluggäste haben bei großen Verspätungen und Flugausfällen das Recht auf Entschädigung. Das hat der Europäische Gerichtshof bestätigt. Die Verbände der internationalen Fluggesellschaften IATA und der europäischen Billigflieger scheiterten mit ihrer Klage gegen die entsprechende EU-Verordnung.

Die Richter in Luxemburg befanden diese für verhältnismäßig und im Einklang mit dem internationalen Luftfahrtabkommen von Montreal von 2001. Sie sei auch nicht diskrimierend im Vergleich mit Bahn- und Busverkehr – wie es die Fluggesellschaften geltend machen wollten – weil die Transportmittel nicht vergleichbar seien.

Damit haben die Passagiere in der EU bei Flugstreichung oder bei Verspätung von über fünf Stunden weiterhin Anspruch auf Erstattung der Ticketkosten. Bei Annullierung oder Nichtbeförderung wegen Überbuchung haben sie außerdem das Recht auf eine Entschädigung von bis zu 600 Euro je nach Länge der Flugstrecke.

Bei geringeren Verspätungen müssen die Fluggesellschaften ihnen Verpflegung, Telefonkosten und eventuell eine Übernachtung
zahlen.

Gegen das Urteil können die Gesellschaften nicht mehr Berufung einlegen. Das Unternehmen Easyjet forderte daraufhin die EU-Kommission auf, in ihre Gesetze Ausnahmen für Billigflieger aufzunehmen.