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Gesundheitszustand von Ariel Sharon ist nicht unmittelbar lebensbedrohlich

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Gesundheitszustand von Ariel Sharon ist nicht unmittelbar lebensbedrohlich

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Der Gesundheitszustand des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon ist stabil, weiterhin kritisch, aber nicht unmittelbar lebensbedrohlich. Dies teilte der ärtzliche Direktor des Hadassah-Universitätsklinikums in Jerusalem, Professor Schlomo Mor-Yosef mit. Die Rückholphase aus dem künstlichen Koma verlaufe den Umständen entsprechend gut, so Professor Mor-Yosef. Er erklärte weiterhin, dass Sharon mit dem rechten Arm und Fuss wesentlich deutlicher auf die gezielte Schmerzreizung reagiert habe, als noch am Montag, außerdem habe er erstmals seinen linken Arm bewegt. Professor Mor-Yosef wies die schweren Anschuldigungen, die von der Tageszeitung Haaretz gegen das Ärzteteam Sharons erhoben wurden scharf zurück. Die Zeitung zitiert einen bekannten Neurologen, demzufolge eine Gefäßerkrankung im Gehirn nicht gleich erkannt wurde.Professor Mor-Yosef sagte diesbezüglich, die Ärtze Sharons seien über dessen Krankheitsbild bereits beim ersten Schlaganfall Mitte Dezember auf dem Laufenden gewesen. Der von Haaretz namentlich nicht genannte Neurologe bezweifelt dies. Ihm zufolge seien die schweren Hirnblutungen bei Sharon nur aufgetreten, weil die Ärtzte eine sogenannte “Cerebrale Amyloid Angiopathie” übersehen hätten. Bei dieser Krankheit können durch falsch gefaltete Eiweißablagerungen die Blutgefäße zerstört werden. Die blutverdünnenden Mittel, die Sharon seit seinem ersten Schlaganfall eingenommen habe, hätten die schweren Hirnblutungen vermutlich sogar ausgelöst.