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Wiederaufnahme des umstrittenen Atomforschungsprogramm im Iran

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Wiederaufnahme des umstrittenen Atomforschungsprogramm im Iran

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Der Iran hat trotz internationaler Proteste sein Forschungsprogramm zur Produktion von Atombrennstoffen wieder aufgenommen. Nur Stunden zuvor hatten die Atommächte Teheran dazu aufgerufen, den Streit nicht weiter eskalieren zu lassen. Mohammad Saidi, stellvertretender Leiter der iranischen Atomenergieorganisation sagte, die von der Internationalen Atomenergiebehörde angebrachten Siegel seien von der Atomanalge in Natanz entfernt worden. Dies sei unter Aufsicht der IAEO-Inspektoren geschehen. Nach Erkenntnissen der IAEO will der Iran entgegen früherer Ankündigungen nun doch Uran anreichern. Je nach Grad der Anreicherung kann die Technologie zur Energiegewinnung aber auch zum Bau von Atombomben dienen. Großbritanniens Außenminister Jack Straw bezeichnete die Entscheidung Teherans als zutiefst besorgniserregend. Einmal mehr habe der Iran eine unterzeichnete Vereinbarung gebrochen. Der deutsche Außenminister Frank Walter Steinmeier sagte, der Iran wisse, daß er eine Grenze überschritten habe und mit Folgen rechnen muss. Das Verhandlungstrio der EU mit dem Iran, bestehend aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien, will noch in dieser Woche auf einem Treffen über ein weiteres Vorgehen im Atomstreit beraten.