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15 Menschen in der Türkei mit Vogelgrippe-Erreger infiziert

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15 Menschen in der Türkei mit Vogelgrippe-Erreger infiziert

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In der Türkei ist ein weiterer Mensch an der Vogelgrippe erkrankt. Der gefährliche Virustyp H5N1 wurde bei einer 37-jährigen Frau in der zentraltürkischen Provinz Sivas festgestellt. Damit wurden in der Türkei nachweislich 15 Menschen mit dem todbringenden Virus infiziert, wobei die Krankheit weiter in den Westen des Landes vorrückte.

Die türkischen Behörden bemühen sich, die Ausbreitung durch Massentötungen von Geflügel einzudämmen. In den Außenbezirken der Großstädte Ankara und Istanbul wurden ganze Viertel abgesperrt und die dort gehaltenen Tiere getötet. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan versicherte unterdessen, die Lage sei vollständig unter Kontrolle. Leider habe die entstandene Panik den Eindruck erweckt, die Türkei reagiere nur zögerlich und sei nicht entsprechend vorbereitet, erklärte Erdogan auf einer Pressekonferenz in Ankara. Schnee und die sinkenden Temperaturen in weiten Teilen des Landes erschwerten hingegen die Bemühungen, das Virus einzudämmen, das laut Medienberichten bei Kälte leichter überlebt. Besonders gefährdet sind Kinder, da sie grösstenteils unbekümmert mit dem Geflügel umgehen. Erst in der vergangenen Woche waren drei Kinder in der Universitätsklinik der osttürkischen Stadt Van gestorben. Von vier Geschwistern überlebte nur eines. Die Türkei ist das erste Land ausserhalb der asiatischen Staaten, in dem die Vogelgrippe bei Menschen nachgewiesen wurde.