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Die Frau an der spitze: Tarja Halonen will finnische Präsidentin bleiben

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Die Frau an der spitze: Tarja Halonen will finnische Präsidentin bleiben

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Der finnische Präsidentenpalast dürfte auch in den kommenden fünf Jahren keinen neuen Bewohner bekommen. Wie es aussieht, wird Amtsininhaberin Tarja Halonen nämlich bereits am Sonntag bei den Präsidentschaftswahlen wiedergewählt. Jüngsten Umfragen zufolge kann die Sozialdemokratin mit bis zu 56 Prozent der Stimmen rechnen, damit wäre sie direkt gewählt. Einige Beobachter rechnen dennoch damit, dass die ehemalige Außenministerin nicht im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreichen und es zwei Wochen später zu einer Stichwahl kommen wird.

Der jetzige Ministerpräsident Matti Vanhanen hofft genau darauf. Ihm werden zur Zeit bis zu 20 Prozent zugesprochen. Damit liefert er sich ein Kopf-An-Kopf-Rennen mit dem Kandidaten der Konservativen, Sauli Niinistö. Der Vize-Präsident der europäischen Investitionsbank ist der Einzige der insgesamt acht Kandidaten, der für einen Beitritt Finnlands zur Nato wirbt. Halonen ist jedoch die beliebteste finnische Politikerin seit langem, was auch mit der stabilen wirtschaftlichen Lage des Landes zusammenhängt. Die Arbeitslosigkeit Finnlands liegt unter dem EU-Durchschnitt. Insgesamt sind am Sonntag rund 4,3 Millionen Menschen wahlberechtigt. Etwa 15 Prozent haben ihre Stimme bereits abgegeben.