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"Keine Angst vorm Klamauk des Westens" - Iran lenkt nicht ein

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"Keine Angst vorm Klamauk des Westens" - Iran lenkt nicht ein

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Der Iran wird im Atomstreit mit der EU nicht einlenken. Das betonte der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad und fügte hinzu: Sein Land fürchte sich nicht vor dem Klamauk des Westens und werde die Nuklearprogramme entschlossen fortsetzen. An diesem Donnerstag treffen sich die Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens mit dem EU-Außenbeauftragten Javier Solana zu einer Krisensitzung in Berlin. Möglich wäre, dass sie danach den UN-Sicherheitsrat anrufen, sagte auch der britische Premierminister Tony Blair im Londoner Unterhaus:

“Die europäischen Minister werden darüber diskutieren, wie es weitergehen soll. Die Entscheidung des Iran ist sehr ernst. Wir wollen unsere tiefe Ablehung dagegen nicht verbergen. Eine Anrufung des UN-Sicherheitsrates läge auf einer Linie mit der Internationalen Atom-Energie-Organisation. Die hat davon nur Abstand genommen, weil der Iran damals seine Uran-Anreicherungen eingestellt hatte. Es ist deswegen extrem wichtig, dass wir uns das Ganze nun noch einmal genau anschauen.”

Am Tag zuvor hatte Teheran die umstrittenen Anlagen zu Urananreicherung wieder eröffnet. Aus dem Weißen Haus hieß es daraufhin, man wolle das Problem auf diplomatische Weise lösen. Aber US-Präsident George W. Bush habe auch gesagt, Der Iran sei zwar nicht der Irak, er schließe jedoch keine Option aus. Auch nicht die militärische.