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Vierter Jahrestag des umstrittenen US-Gefangenenlagers Guantanamo auf Cuba

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Vierter Jahrestag des umstrittenen US-Gefangenenlagers Guantanamo auf Cuba

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Vor vier Jahren trafen die ersten Häftlinge im umstrittenen US-Gefangenenlager Guantanamo auf Cuba ein. Und noch immer sitzen etwa 500 Terrorverdächtige dort ein – ohne richterliches Urteil. Zeitgleich zum vierten Jahrestag beginnen heute Anhörungen von zwei Guantanamo-Häftlingen vor amerikanischen Militärtribunalen. In einem Fall geht es um einen jungen Kanadier. Der nun 19-Jährige soll bei einem Feuergefecht in einem afghanischen Al Qaida Lager vor vier Jahren einen amerikanischen Militärarzt mit einer Handgranate getötet haben. Einer seiner Verteidiger bezeichnet die Anhörung, die eine Vorstufe des eigentlichen Prozesses ist, als lächerlich. Der für ihn zuständige Richter sei ein 31-jähriger Hauptmann der US-Armee, der über keinerlei juristische Erfahrung verfüge. Dazu sei es bislang keinem der Verteidiger gestattet worden, mit dem Häftling zu sprechen. Dieser Fall sei kein Einzelfall sondern eher die Regel, sagen Menschenrechtsorganisationen. Amnesty International hat der US-Führung erneut schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen und verlangt rechtsstaatliche Verfahren für die Häftlinge.