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EZB dreht nicht wieder an der Zinsschraube - Trichet: Wir bleiben wachsam

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EZB dreht nicht wieder an der Zinsschraube - Trichet: Wir bleiben wachsam

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Die Europäische Zentralbank hat nach ihrer Zinserhöhung vom Dezember eine Verschnaufpause eingelegt. Allerdings deutete EZB-Präsident Jean-Claude Trichet in den kommenden Monaten weitere Zinserhöhungen an. Grund dafür seien die in diesem Jahr anziehende Konjunktur und der anhaltend hohe Ölpreis. Beides werde die Teuerungsrate oberhalb der Warnschwelle von zwei Prozent halten. Die EZB werde alle Entwicklungen im Zusammenhang mit der Preisstabilität sehr genau beobachten.

Auf Nachfragen betonte Trichet mehrfach das Wort “sehr”. Dies gebiete die Glaubwürdigkeit der Notenbank. Das Leitzinsniveau in der Eurozone bleibt damit vorerst weiter bei 2,25 Prozent. In den USA und Großbritannien sind die Kreditkosten wegen der robusteren Konjunktur deutlich höher. Die Bank von England ließ ihre Leitzinsen am Donnerstag ebenfalls unverändert bei 4,5 Prozent, zum fünften Mal in Folge.

Analysten rechnen mit einer neuen Erhöhung im März. Stärkere Einzelhandelsumsätze und die weiterhin große Nachfrage auf dem Immobilienmarkt lassen auf anziehende Verbraucherausgaben schließen.