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EU kündigt Millionenhilfe für weltweiten Kampf gegen Vogelgrippe an

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EU kündigt Millionenhilfe für weltweiten Kampf gegen Vogelgrippe an

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Nach dem Tod eines vierjährigen Mädchens haben die türkischen Gesundheitsbehörden Untersuchungen veranlasst, um festzustellen, ob das Kind mit dem Vogelgrippe-Virus infiziert war. Der Vater erklärte, seine Tochter sei mit schweren Atembeschwerden ins Krankenhaus gebracht worden; die Todesursache sei ihm noch nicht mitgeteilt worden. Drei Kinder sind in der Türkei bereits an der Vogelgrippe gestorben; bei weiteren 15 Menschen wurde die Infektion nachgewiesen. In der Türkei und den Nachbarstaaten wurden Maßnahmen eingeleitet, um die Seuche einzudämmen.

Die Europäische Union will diesen Kampf weltweit unterstützen und auf der internationalen Geberkonferenz, die am Dienstag in Peking beginnt, finanzielle Zusagen machen: Die Europäische Kommission wolle anderen Ländern Hilfe leisten, damit diese eigene Strategien zur Bekämpfung der Krankheit umsetzen könnten, sagte EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner in Brüssel. Die Kommission werde dafür auf der Geberkonferenz 80 Millionen Euro bereitstellen, kündigte die EU-Kommissarin an.

Unterdessen stellten Wissenschaftler in London genetische Veränderungen an Vogelgrippe-Viren fest, die bei den beiden ersten türkischen Patienten isoliert worden waren. Eine dieser Mutationen sei auch bei dem Ausbruch der Vogelgrippe in Hongkong im Jahre 2003 festgestellt worden, was insofern beunruhigend sei, als die damals aufgetretenen Viren an menschlichen Körperzellen besser andocken konnten als an tierischen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO betonte jedoch, dass die Ansteckung von Mensch zu Mensch offenbar nach wie vor unmöglich sei.