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Merkel will neues Kapitel der deutsch-amerikanischen Beziehungen aufschlagen

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Merkel will neues Kapitel der deutsch-amerikanischen Beziehungen aufschlagen

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Mit einem knapp zweistündigen Gepräch im Weißen Haus haben US-Präsident George W. Bush und Angela Merkel eine Phase engerer Zusammenarbeit eingeläutet. Nach ihrem Antrittsbesuch in Washington sprach die deutsche Kanzlerin von einem neuen Kapitel der beiderseitigen Beziehungen.

Bush erklärte: Man habe über den Irak gesprochen und da natürlich auch Meinungsunterschiede gehabt. Es sei ein schwieriges Thema in den bilateralen Beziehungen und dafür habe er Verständnis. Man habe aber auch über vieles andere gesprochen. Dass sie so viel zu besprechen hatten, liege daran, dass sie vieles gemein hätten und viele Angelegenheiten ihre enge Zusammenarbeit und den Willen dazu benötigten. Merkel hatte einen offenen, ehrlichen Dialog angekündigt und bei Bush auch das US-Gefangenenlager Guantanamo kritisiert. Dabei habe es Differenzen gegeben, räumte sie ein. Doch das Gute sei, dass sie mit Bush in einer Atmosphäre zusammengetroffen sei, in der man alle Probleme offen ansprechen könne. Dies wünscht sich Merkel auch weiter für die Zukunft. Die Frage, ob er die deutsche Kanzlerin ihrem Vorgänger Schröder vorziehe, umschiffte Bush elegant und ließ Grüße ausrichten. Im Konflikt um das iranische Atomanreicherungsprogramm kündigten Merkel und Bush eng aufeinander abgestimmte diplomatische Bemühungen an, drohten aber auch mit Sanktionen des Weltsicherheitsrats.