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Mutation des Vogelgrippe-Virus. Angst vor Pandemie steigt


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Mutation des Vogelgrippe-Virus. Angst vor Pandemie steigt

Eine Mutation des Vogelgrippe-Virus H5N1 macht Gesundheits-Experten Sorgen: Die etwas veränderte Virus-Form bindet sich leichter an menschliche Zellen, als die bisherige. Sie tauchte bereits früher in Vietnam und Hongkong auf und nun offenbar in der Türkei. Doch es gibt auch gute Nachrichten: Ein Mädchen aus dem türkischen Van hat die Vogelgrippe überstanden. Die Achtjährige kam nach ihrem Krankenhausaufenthalt völlig gesund zurück zu ihrer Familie. Sie hatte sich wahrscheinlich angesteckt, als sie sterbende Hühner auf den Arm nahm und küsste. In der Türkei sind inzwischen 13 von insgesamt 81 Provinzen von der Vogelpest betroffen. In 14 weiteren Provinzen gibt es Verdachtsfälle, die noch überprüft werden müssen. Wie die Weltgesundheitsorganisation WHO mitteilte, haben Wissenschaftler inzwischen das Erbgut des Virus komplett entschlüsselt. Weltweit infizierten sich rund 150 Menschen mit dem gefährlichen H5N1-Virus, 78 starben daran. Eine WHO-Versammlung zum Thema in Tokyo endet heute. Die größte Angst haben die Experten vor einer weiteren Mutation des Virus, wodurch eine Übertragung von Mensch zu Mensch möglich werden könnte. Die Europäische Union beschloss, 80 Millionen Euro zur Bekämpfung der Vogelgrippe zur Verfügung zu stellen. Allein in der Türkei wurden in den vergangenen zwei Wochen 350 Tausend Tiere notgeschlachtet, zumeist im Osten des Landes. Allerdings wurde auch Kritik an der Türkei laut: Die Behörden hätten insbesondere die Bewohner ländlicher Gebiete, wo die Menschen sorglos mit Geflügeltier umgehen, besser vor den Gefahren warnen müssen, hieß es aus der WHO.

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