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Abtreibungsbefürworter und Homosexuelle demonstrieren gemeinsam

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Abtreibungsbefürworter und Homosexuelle demonstrieren gemeinsam

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In Italien haben tausende Frauen in Rom und Mailand für das Recht auf Abtreibung und für die Einführung eines Gesetzes demonstriert, dass die standesamtliche Trauung homosexueller Paare ermöglicht. Die Regierung Berlusconi hat vor kurzem eine Überprüfung des italienischen Abtreibungs- Paragraphen 194 angeordnet, der seit 1978 den legalen Abort bis zum dritten Schwangerschaftsmonat möglich macht.

Eine mit Besen bewaffnete Demonstrantin wollte der Regierung und der sie unterstützenden katholischen Kirche um Kardinal Ruini mit ihrem Hexenbesen diese Idee wieder austreiben. Andere sagten, sie wollen die Rechte der Frauen verteidigen, die zum wichtigsten Gut eines modernen und fortschrittlichen Staates zählen, sowie die Trennung von Staat und Kirche verteidigen.

Die Proteste richteten sich auch gegen den Versuch der rechtskonservativen Regierung, die Einführung der Abreibungs- -Pille RU 486 in Italien zu verhindern. Sie wird dort derzeit in einigen Kliniken getestet. Papst Benedikt der Sechzehnte hatte am Donnerstag den Einsatz von Abtreibungs-Pillen und Ehen ohne Trauschein kritisiert.