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Britischer Sex-Skandal: Fall des verwarnten Lehrers sorgt für Aufregung

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Britischer Sex-Skandal: Fall des verwarnten Lehrers sorgt für Aufregung

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Die britische Bildungsministerin Ruth Kelly hat sich im Skandal um die Einstellung eines wegen Kinderpornographie aufgefallenen Lehrers verteidigt. Ein Regierungssprecher sagte am Freitag, nach Durchsicht der entsprechenden polizeilichen Datenbank habe man weniger als zwei Dutzend Fälle gefunden, in denen verdächtige Personen wieder mit Kindern arbeiten durften. “Laut Gesetz müssen wir jeden Fall untersuchen”, sagte Kelly im britischen Parlament. “Die Entscheidungen basieren auf Beobachtungen und Empfehlungen, auch wenn derjenige von der Polizei auf die Liste gesetzt wurde.”

In den vergangenen Tagen hatte in Großbritannien der Fall eines Lehrers an der Hewett-Schule Schlagzeilen gemacht. Paul Reeve wird in der polizeilichen Datenbank geführt, in der nicht nur verurteilte Sexualstraftäter aufgelistet sind, sondern auch Personen, die in Zusammenhang mit solchen Straftaten aufgefallen waren. Reeve war verwarnt worden, weil er Kinderpornographie aus dem Internet heruntergeladen hatte.

Er arbeitete bereits zwei Wochen an der Grundschule, bevor die Polizei die Schulleitung über seine Registrierung informierte. Die Stelle an der Grundschule bekam er aufgrund einer Entscheidung des Staatsministers im Bildungsministerium, der Reeves Namen nicht auf eine interne Schwarze Liste des Ministeriums setzen ließ. Gerüchte um einen möglichen Rücktritt von Bildungsministerin Kelly wurden umgehend dementiert.