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Im Atomstreit mit dem Westen zeigt sich der Iran unnachgiebig. Nachdem der


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Im Atomstreit mit dem Westen zeigt sich der Iran unnachgiebig. Nachdem der

iranische Außenminister gedroht hatte, die Zusammenarbeit mit der Atomenergiebehörde aufzukündigen, sollte der Iran vor den UN-Sicherheitsrat gebracht werden, stieß der iranische IAEO-Botschafter am Freitag ins selbe Horn: “Wir kennen unsere Pflichten, aber wir kennen auch unsere unabdingbaren Rechte”, sagte er vor Journalisten.

“Es ist unser Recht, für die friedliche Nutzung der Atomenergie zu forschen. Das können wir nicht aufgeben.” Nach Angaben aus Teheran plant das Land lediglich Experimente zu Forschungszwecken, aber keine Urananreicherung zur Herstellung von Uranbrennstoff. Der Westen hingegen befürchtet, dass der Iran mit hoch angereichertem Uran Atomwaffen herstellen könnte.

Der Streit war auch Thema beim Besuch der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel in Washington. Merkel und US-Präsident George W. Bush wollten zwar nicht öffentlich über mögliche Sanktionen gegen den Iran sprechen; dennoch machte die deutsche Kanzlerin ihre Haltung unmimverständlich klar: “Es ist aus deutscher Sicht vollkommen inakzeptabel, was der Iran an Positionen vertritt, in Hinblick auf die deutsche Geschichte, angesichts des Umgangs mit dem Holocaust oder die Infragestellung des Existenzrechts von Israel.” Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinedschad will am Samstag auf einer Pressekonferenz zum Atomstreit Stellung nehmen. Anfang kommender Woche sollen in London Gespräche zwischen Vertretern der EU, der USA, Russlands und Chinas über die weitere Vorgangsweise stattfinden.
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