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Emir Kuwaits gestorben

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Nach fast dreissigjähriger Herrschaft ist der Emir des Golfstaates Kuwait gestorben. Scheich Ahmed al Dschabir al Sabah wurde wenig später bestattet. Über die Todesursache wurde zunächst nichts bekannt. Offiziellen Angaben zufolge war er 78 Jahre alt. Alle Regierungsstellen in Kuwait wurden für drei Tage geschlossen. Auch ordneten die Behörden eine 40-tägige Staatstrauer an. Verfassungsgemäß übernimmt Kronprinz Scheich Saad, ein entfernter Vetter des Verstorbenen, das Amt des Emirs. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass Ministerpräsident Scheich Sabah, ein Bruder des Emirs, weiterhin die Regierungsgeschäfte führen wird. Scheich Dschabir war seit 1977 Emir. Er war das dritte Oberhaupt des Golfstaates seit der Unabhängigkeit zu Beginn der sechziger Jahre von Großbritannien. In seine Amtszeit fiel die Besetzung des Landes durch den Irak Saddam Husseins. Seit dem Golfkrieg 1991 ist Kuwait einer der wichtigsten Verbündeten der USA in der Region. Die weniger als zwei Millionen Kuwaiter haben eines der höchsten Pro-Kopf-Einkommen der Welt.