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Präsidentschaftswahlen in Finnland: Amtsinhaberin als klare Favoritin

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Präsidentschaftswahlen in Finnland: Amtsinhaberin als klare Favoritin

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Finnland wählt am Sonntag ein neues Staatsoberhaupt für die kommenden sechs Jahre. Insgesamt sind rund 4,3 Millionen Finnen wahlberechtigt. Noch einen Tag vor der Wahl warben die acht Kandidaten in Helsinki und anderen Städten um Unterstützung. Als unumstrittene Favoritin geht die amtierende Präsidentin Tanja Halonen ins Rennen. In allen Umfragen liegt die 62-jährige Sozialdemokratin weit vor ihren Mitbewerbern. Unsicher ist allerdings, ob Halonen schon im ersten Wahlgang die erforderliche absolute Mehrheit erreichen kann. Andernfalls müsste sie zwei Wochen später in einer Stichwahl gegen den zweitplazierten Kandidaten antreten.

Der konservative ehemalige Finanzminister Sauli Niinisto könnte laut den Umfragen etwa 20 Prozent der Stimme erringen. Beobachter geben ihm die größten Chancen, bei der Wahl auf Platz zwei zu kommen. Der als neoliberaler Hardliner bekannte Politiker präsentierte sich in seiner Kampagne überraschend als “Kandidat der Arbeiter”. Ministerpräsident Matti Vanhanen von der Zentrumspartei liegt etwa gleichauf mit Niinistö. Der 50-jährige Politiker der Zentrumspartei bekleidet seit 2003 das Amt des finnischen Regierungschefs. Er gilt vor allem als unermüdlicher, aber wenig charismatischer Arbeiter. Nach der Wahl muss sich das neue Staatsoberhaupt vor allem auf die EU-Ratspräsidentschaft vorbereiten. Turnusgemäß übernimmt Finnland in der zweiten Jahreshälfte den EU-Vorsitz von Österreich.