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Lage in Iran und Nigeria treiben Ölpreis nach oben

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Lage in Iran und Nigeria treiben Ölpreis nach oben

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Wachsende internationale Spannungen haben den Ölpreis zu Wochenbeginn deutlich anziehen lassen.

In London notierte das Barrel Brent bei 63,20 Dollar, rund 50 Cent höher als am Freitag.

Hauptgrund für die Nervosität der Märkte ist der Streit um das iranische Atomprogramm.

Die Regierung in Teheran droht dem Westen mit weiteren massiven Ölpreissteigerungen, sollte der Iran mit UN-Sanktionen belegt werden.

Der Iran ist der zweitgrößte Ölförderer der OPEC und produzierte 2005 mehr als 4,2 Millionen Barrel täglich.

Davon waren mehr als 2,7 Millionen Barrel für den Export bestimmt.

Die iranischen Gesamteinnahmen aus dem Ölgeschäft beliefen sich auf 41 Milliarden Dollar.

Neben dem Thema Iran sorgt derzeit die Lage in Nigeria für Unruhen an den Ölmärkten.

Nach einem blutigen Überfall auf eine Ölanlage evakuierte der anglo-niederländische Shell-Konzern insgesamt vier Förderstationen im Niger-Delta.

Die Ölproduktion wurde zurückgefahren.

Bei dem Anschlag kamen zahlreiche Menschen ums Leben. Über die Hintergründe gab es zunächst keine Angaben.

Ähnliche Anschläge hatte es vor einer Woche gegeben.

In Nigeria sind Ölplattformen wiederholt Ziel von Angriffen militanter Rebellen.