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Paris will Jugendarbeitslosigkeit stärker bekämpfen

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Paris will Jugendarbeitslosigkeit stärker bekämpfen

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Zwei Monate nach den Unruhen in französischen Vorstädten hat die Regierung ein Programm zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit vorgelegt.

Es sieht Finanzvorteile für die Einstellung von Berufsanfängern und die betriebliche Ausbildungsförderung vor.

Mehr als 600.000 junge Leute seien arbeitslos, und Berufseinsteiger bräuchten rund zehn Jahre, um eine stabile Beschäftigung zu finden, sagte Premierminister Dominique de Villepin in Paris.

Keine Demokratie könne einen großen Teil seiner Jugend mit solchen Schwierigkeiten allein lassen.

Es sei absurd und ungerecht, wenn Unternehmen von Berufseinsteigern professionelle Erfahrung verlangten.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist in Frankreich ein erhebliches Problem.

Während die allgemeine Erwerbslosenquote 9,6 Prozent beträgt, ist sie bei Jugendlichen mehr als doppelt so hoch.

Besonders schwer haben es Geringqualifizierte. Ihr Anteil an der Zahl der Stellungssuchenden liegt bei 40 Prozent.

Mit ihrem jetzt vorgestellten Programm will die Regierung die Einstellung junger Menschen belohnen.

Betriebe, die Arbeitssuchende unter 26 einstellen, können demnach für drei Jahre von allen Sozialabgaben befreit werden.

Außerdem sollen Betriebe über 250 Beschäftigte mit einer drohenden Strafsteuer bis 2009 dazu gebracht werden, mindestens drei Prozent Lehrlinge zu beschäftigen.