Eilmeldung

Eilmeldung

Krisen in Nigeria und Iran treiben Ölpreis auf höchsten Stand seit Oktober

Sie lesen gerade:

Krisen in Nigeria und Iran treiben Ölpreis auf höchsten Stand seit Oktober

Schriftgrösse Aa Aa

Die Spannungen in Nigeria und die Iran-Krise haben den Ölpreis auf den höchsten Stand seit Anfang Oktober getrieben.

In London wurde das Barrel Brent für 64,20 Dollar gehandelt. Das Texas-Öl WTI verteuerte sich auf 65,50 Dollar.

Die Märkte befürchten nach Angriffen militanter Gruppen auf Förderanlagen ausländischer Konzerne in Nigeria kurzfristige Lieferausfälle.

So evakuierte die Royal Dutch Shell bereits Bohrplattformen und brachte Mitarbeiter in Sicherheit.

Die Lage ist deswegen prekär, weil die Internationale Energie-Agentur im laufenden Jahr mit einem Anziehen der weltweiten Nachfrage rechnet.

2005 belief sich der Bedarf auf 83,3 Millionen Barrel täglich, die globale Förderung war etwas höher.

Die OPEC stieß mit einer Produktion von knapp 32 Millionen Barrel bereits an ihre Kapazitätsgrenze.

Auch die anhaltende Krise um das iranische Atomprogramm lässt den Ölpreis derzeit anziehen.

Sollten gegen Teheran UN-Sanktionen verhängt werden, befürchten Branchenexperten Lieferunterbrechungen und Versorgungsprobleme.

Dies könnte den Preis in nie gekannte Höhen steigen lassen, vermuten Analysten.

Gemeinsam fördern Nigeria und der Iran mehr als sieben Prozent des weltweit geförderten Erdöls.