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Erstmals in der 56jährigen Geschichte der Tokioter Börse ist das Aktiengeschäft vor Ablauf der regulären Handelszeit abgebrochen worden Grund waren unzureichende Computerkapazitäten, nachdem es wegen eines Unternehmensskandals zu dramatischen Kursstürzen gekommen war.

Experten und Investoren äußerten scharfe Kritik an der Börsenführung.

Regierungssprecher Schinzo Abe sagte, anhaltende Ermittlungen gegen Filialen der Internetfirma Livedoor hätten den Verkaufsdruck ausgelöst. Doch unabhängig davon seien die Kurse zu stark und zu schnell gefallen.

Livedoor mit ihrem jugendlichen Vorstandschef Takafumi Horie an der Spitze ist wegen angeblicher Kursmanipulationen im Visier der Staatsanwaltschaft.

Die Ermittler gehen auch dem Vorwurf der Bilanzfälschung nach.

Doch ist das Livedoor-Problem nur vordergründig, wie Analyst Jack Reerink erklärt. Die Tokioter Börse hätte angesichts der massiven Zunahme des Handelsvolumens längst das Computersystem entsprechend anpassen müssen. “Diese Modernisierung ist nötiger denn je.”

Die technischen Probleme im Zusammenhang mit der Livedoor-Notierung waren die vorerst letzten einer Serie von Pannen. Im November hatte ein Fehler einer Ordereingabe massive Turbulenzen ausgelöst.