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Möglicherweise wieder eine Vogelgrippe-Tote in der Türkei

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Möglicherweise wieder eine Vogelgrippe-Tote in der Türkei

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In der Türkei ist ein 11-jähriges Mädchen gestorben, das möglicherweise mit dem Vogelgrippe-Virus infiziert war. Sollte sich der Verdacht bestätigen, würde die Zahl der Vogelgrippe-Toten in der Türkei auf fünf steigen. Das Mädchen wurde zunächst wegen einer Lungenentzündung behandelt. Als die Ärzte in der Stadt Erzurum Anzeichen der Vogelgrippe feststellten, sollte sie in ein anderes Krankenhaus verlegt werden, doch sie verstarb noch während des Transports. Zuvor war bekannt geworden, dass im angrenzenden kurdischen Teil des Irak ein 14-jähriges Mädchen offenbar an der Vogelgrippe gestorben ist. Tests zum Nachweis des H5N1-Virus seien veranlasst worden, erklärten die dortigen Gesundheitsbehörden. In dem Gebiet überwintern zahlreiche Zugvögel, die als Träger des aggressiven Virus gelten. Auf der in Peking abgehaltenen internationalen Geberkonferenz wurden ingesamt mehr als anderthalb Milliarden Euro für den Kampf gegen die Vogelgrippe zugesagt. Der für Gesundheit zuständige EU-Kommissar Markos Kyprianou erklärte, dies sei nicht nur ein Zeichen der internationalen Solidarität, sondern vor allem ein Akt der globalen Selbstverteidigung. Kyprianou sprach von einem “langen Kampf” gegen eine drohende weltweite Epidemie. Bislang grassiert die Vogelgrippe vor allem in Südost-Asien, wo die gegenwärtige Infektionswelle vor fast drei Jahren begann.