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Ausschreitungen in der Elfenbeinküste - Blauhelme ziehen sich zurück - Obasanjo vermittelt

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Ausschreitungen in der Elfenbeinküste - Blauhelme ziehen sich zurück - Obasanjo vermittelt

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Nach heftigen Gefechten haben sich die internationalen Friedenstruppen am Mittwoch aus zwei Städten im Westen der Elfenbeinküste zurückgezogen. In der Metropole Abidjan randalierten am dritten Tag in Folge Anhänger von Präsident Laurent Gbagbo.

Mitglieder der so genannten “Jungen Patrioten” errichteten Barrikaden und belagerten UN-Büros. Vor der französischen Botschaft forderten sie den Abzug der Blauhelme, speziell der Soldaten aus der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich. UN-Generalsekretär Kofi Annan zeigte sich “tief besorgt” und verurteilte die “gezielte Gewalt gegen die Vereinten Nationen” und die “Tatenlosigkeit der Behörden”. Bei Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen und UN-Soldaten wurden in Guiglo im Westen mindestens vier Menschen getötet. Der Großteil der Blauhelme ist entlang der Pufferzone zwischen dem Süden und dem von Rebellen kontrollierten Norden stationiert. Der Vorsitzende der Afrikanischen Union, der nigerianische Staatspräsident Olusegun Obasanjo, ist am Mittwoch zu Vermittlungsgesprächen in Abidjan eingetroffen. Obasanjo kam sofort mit Staatspräsident Gbagbo zusammen. Hintergrund der aktuellen Krise ist die Empfehlung der internationalen Vermittler, das Parlament aufzulösen, dessen Mandat Mitte Dezember ausgelaufen war. Gbagbo wollte die Legislaturperiode unter Verzicht auf Wahlen einfach verlängern.