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Britische Erziehungsministerin Kelly entschuldigt sich

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Britische Erziehungsministerin Kelly entschuldigt sich

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Die britische Erziehungsministerin Ruth Kelly kämpft um ihr politisches Überleben. Im Unterhaus nahm sie an diesem Donnerstag Stellung zum sogenannten “sex offender register”, in dem die Namen von Personen aufgeführt sind, die wegen sexueller Vergehen auffällig geworden sind. An einer Schule in Norwich war kürzlich der Fall eines Sportlehrers bekannt geworden, der registriert war und unterrichtete. Kelly entschuldigte sich bei den Eltern, die sich in den vergangenen Tagen gesorgt hätten.

Sie werde alles tun, um deren Sorgen zu zerstreuen. In den Jahren seit 1997 seien zehn Fälle festgestellt worden. Doch keines dieser Individuen bedrohe Kinder. Seitens der Opposition hieß es im Unterhaus, die Erzielungsministerin sei sicherlich eine ehrenhafte Person. Aber es eine Frage für sie und ihr Gewissen, ob sie das Vertrauen der Eltern und Lehrer zurückerlange, die Ängste durchgestanden, Unsicherheit ausgehalten, die gelitten hätten in den vergangenen zehn Tagen.

Das Thema Pädophilie ist in Großbritannien nach dem Doppelmord an den zehnjährigen Mädchen Holly und Jessica vor vier Jahren von besonderer Brisanz. Sie waren dem Hausmeister ihrer Schule im westenglischen Soham zum Opfer gefallen. Der Mann war in Nordengland wegen sexueller Misshandlung vorbestraft gewesen, doch seine Spur hatte sich zwischen mehreren Behörden verloren. Erziehungsministerin Kelly kündigte nun an, das Gesetz verschärfen zu wollen und landesweite Einheitslisten von sexuellen Straftätern erstellen zu lassen.