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Im spanischen Bürgerkrieg entwendete Dokumente zurück nach Katalonien

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Im spanischen Bürgerkrieg entwendete Dokumente zurück nach Katalonien

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In der spanischen Stadt Salamanca hat am frühen Morgen unter Polizeischutz ein umstrittener Aktentransport begonnen: Dokumente, die im spanischen Bürgerkrieg von den Truppen des Generals Franco in Katalonien erbeutet wurden, sollen an die autonome Region zurückgegeben werden. Die Stadtverwaltung von Salamanca hatte bis zuletzt versucht, die Rückgabe der Dokumente aus dem Bürgerkriegsarchiv zu verhindern. Die mehr als fünfhundert Kartons wurden zunächst nach Madrid gebracht und sollen dann in die katalanische Hauptstadt Barcelona weitertransportiert werden. Noch während des Bürgerkriegs, der 1939 endete, hatten Francos Truppen in den eroberten Gebieten Dokumente abtransportiert, die als Beweise gegen Kommunisten und Freimaurer benutzt werden sollten. Die hohe Zeit der Repression waren die Vierziger und Fünfziger Jahre, doch der sogenannte Dokumentationsdienst beendete seine Tätigkeit erst 1977, zwei Jahre nach Francos Tod. Die katalanische Forderung nach Rückgabe der Kriegsbeute wurde von einem internationalen Kreis von Gelehrten, Künstlern und Politikern unterstützt. Ermöglicht wurde die Aktion durch eine Gesetzesinitiative der vor zwei Jahren gewählten sozialistischen Regierung.