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Mehr als 40 Todesopfer bei Absturz slowakischer Militärmaschine in Ungarn

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Mehr als 40 Todesopfer bei Absturz slowakischer Militärmaschine in Ungarn

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Beim Absturz einer slowakischen Militärmaschine vom Typ Antonow AN 24 sind am Donnerstagabend in Ungarn mehr als 40 Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei waren 45 Insassen an Bord, die slowakische Regierung berichtete von 43. Bislang wurden 18 Leichen geborgen. Die Trümmer sollen in einem Umkreis von 300 Metern verstreut liegen. Die Maschine war aus bisher ungeklärter Ursache gegen einen 700 Meter hohen Berg an der ungarisch-slowakischen Grenze geprallt. Es handelte sich um weitgehend unbewohntes Gebiet. Nur einer der Insassen überlebte den Absturz, der Mann wurde sofort nach seiner Rettung in ein Krankenhaus gebracht. Er soll seine Frau nach dem Absturz angerufen und ihr berichtet haben, dass er am Leben sei. Die Bergungsarbeiten in dem schwer zugänglichen Waldgebiet sind schwierig. Sowohl ungarische als auch slowakische Rettungskräfte waren im Einsatz. An Bord der Antonow waren slowakische Soldaten der NATO-geführten Kosovo-Schutztruppe KFOR, die auf dem Weg von der Kosovo-Hauptstadt Pristina nach Kosice in der Ostslowakei waren. In der Militärbasis im Kosovo wurden die Flaggen auf Halbmast gesetzt. Derzeit sind dort rund 100 slowakische Soldaten im Einsatz. Ihre Zahl soll demnächst um mehrere Dutzend aufgestockt werden.