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Schweden erhöht Leitzinsen auf 1,75 Prozent

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Schweden erhöht Leitzinsen auf 1,75 Prozent

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Die Zentralbank Schwedens hat die Geldzügel angezogen. Die Reichsbank erhöhte die Leitzinsen von 1,5 auf 1,75 Prozent. Die am nächsten Mittwoch in Kraft tretende Zinsanhebung wurde mit dem sich abzeichnenden Aufschwung der Weltwirtschaft begründet. Diese Erholung werde markanter ausfallen als zunächst erwartet.

Auch nach der Entscheidung der Reichsbank bleiben die Leitzinsen in Schweden auf einem relativ niedrigen Niveau. In Großbritannien liegen sie bei 4,5 Prozent, in der Eurozone und Dänemark bei 2,25 Prozent. Die Stockholmer Währungshüter ignorierten mit ihrem Beschluss eine zuvor über die Medien veröffentlichte Warnung von Ministerpräsident Göran Persson vor höheren Zinsen.

Dieser hatte erklärt, es bestehe derzeit keine Gefahr einer steigenden Inflation. Die Bank sah sich aber etwa durch die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt bestätigt. Dort war die Erwerbslosenquote im Dezember von 5,4 auf 5,2 Prozent gesunken. Schweden hat damit eine der niedrigsten Raten in der Europäischen Union. Je mehr Menschen arbeiten und Lohn und Gehalt bekommen, desto größer ist die zirkulierende Geldmenge und desto höher sind die Verbraucherausgaben. Und das lässt dann wiederum die Teuerungsrate anziehen, was höhere Zinsen gebietet, um die Preisstabilität zu wahren, so die Überlegungen der Reichsbank.