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Ultimatum der Entführer von amerikanischer Journalistin im Irak läuft ab

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Ultimatum der Entführer von amerikanischer Journalistin im Irak läuft ab

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Der Vater der im Irak entführten Journalistin Jill Carroll hat sich mit einem direkten Appell an ihre Kidnapper gewandt: Seine Tochter sei völlig machtlos und könne niemandem zur Freiheit verhelfen. Die Entführer hatten von den USA verlangt, alle inhaftierten irakischen Frauen freizulassen. Gestern wurde die Freilassung von sechs Irakerinnen angekündigt, doch ein US-Militärsprecher betonte, dies habe nichts mit der Entführung der Journalistin zu tun. Die 28-jährige Jill Carroll arbeitete als freie Journalistin vor allem für die Zeitung Christian Science Monitor. Sie wurde am 7.Januar in Bagdad entführt. Das Ultimatum der Kidnapper läuft heute ab. Sie drohten mit der Ermordung der Amerikanerin. Sollte es den Entführern tatsächlich um die Freilassung der Irakerinnen gehen, sei ihre Tat gerechtfertigt, sagte ein Mann auf einer Straße in Bagdad. Eine Frau wandte sich grundsätzlich gegen Entführungen, doch auch sie forderte die Freilassung der Irakerinnen; sie würden dann Gegebenfalls nach irakischem Recht abgeurteilt. Die irakische Presse berichtet ausführlich über das Drama um Jill Carroll. Der Aufruf ihres Vaters wurde von arabischen Nachrichtensendern ausgestrahlt.