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UN-Sicherheitsrat verurteilt Unruhen in der Elfenbeinküste

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UN-Sicherheitsrat verurteilt Unruhen in der Elfenbeinküste

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Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat die jüngsten Zwischenfälle in der Elfenbeinküste als ernst und inakzeptabel verurteilt. Auch rief er die Anführer der Rebellen sowie die Regierung von Präsident Laurent Gbagbo auf, zum Friedensprozess zurückzukehren. Strafmaßnahmen gegen das westafrikanische Land wurden jedoch nicht verhängt. UN-Generalsekretär Kofi Annan sagte, jene, die für die Unruhen verantwortlich seien, sollten begreifen, dass sie dafür Rechenschaft ablegen müssten. Sie fügten ihrer eigenen Gesellschaft Schaden zu. Der Norden des Landes wird von Rebellen kontrolliert. In der Pufferzone sind 7 000 Soldaten und Beobachter der Vereinten Nationen stationiert. Doch auch der Süden selbst wird inzwischen von Unruhen erschüttert. Jugendliche randalierten in der Wirtschaftsmetropole Abidjan vor dem Hauptquartier der Vereinten Nationen sowie vor der französischen Botschaft. Auch errichteten sie Straßensperren. Internationale Vermittler hatten empfohlen, das Parlament aufzulösen. Präsident Gbagbo will dessen Legislaturperiode jedoch verlängern und lehnt Wahlen ab. Der nigerianische Präsident und Vorsitzende der Afrikanischen Union, Olusegun Obasanjo, versucht die Krise beizulegen.