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US-Terrorabwehr sieht keine unmittelbare Gefahr nach Bin-Laden-Botschaft

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US-Terrorabwehr sieht keine unmittelbare Gefahr nach Bin-Laden-Botschaft

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Experten der US-Terrorabwehr haben nach eigenen Angaben keine glaubhaften Hinweise auf einen bevorstehenden Anschlag des Terrornetzwerks al Kaida in den USA – trotz der Drohungen von Osama Bin Laden auf einem Tonband, das von dem arabischen Nachrichtensender al Jasira ausgestrahlt wurde. US-Vizepräsident Dick Cheney betonte jedoch in einem Vortrag in New York, dass man es mit Feinden zu tun habe, deren Absicht es sei, jeder Nation, die sich ihnen entgegenstelle, großen Schaden zuzufügen, vor allem den Vereinigten Staaten. Al-Kaida-Chef Osama Bin Laden bot den USA auf dem Tonband zugleich einen Waffenstillstand an; Voraussetzung sei ein Truppenabzug aus dem Irak. Die Aufnahme ist nach Erkenntnissen von Akustik-Experten des US-Geheimdienstes CIA höchstwahrscheinlich authentisch. Das Weiße Haus erklärte zu dem Waffenstillstandsangebot Bin Ladens, man verhandle nicht mit Terroristen, sondern ziehe sie aus dem Verkehr. Der Terrorabwehr-Experte Ben Venzke erklärte, Bin Laden und sein Stellvertreter Ayman al Zawahiri verfügten offenbar über eine gute technische Infrastruktur: Solche Tonbänder und auch Videobotschaften mit aktuellem Bezug könnten die al-Kaida-Anführer nicht immer wieder übermitteln, wenn sie einfach nur auf der Flucht wären und irgendwo im Versteck säßen, sagte Venzke; vielmehr erhielten sie offenbar Nachrichten und könnten sich selbst äußern. Dann aber könnten sie wahrscheinlich auch weitere Angriffe vorbereiten, fügte der Terrorabwehr-Experte hinzu.