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Am kommenden Sonntag stehen in Portugal die Präsidentschaftswahlen an.

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Am kommenden Sonntag stehen in Portugal die Präsidentschaftswahlen an.

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Den Umfragen zufolge erhalten die Portugiesen erstmals in der neueren Geschichte einen Präsidenten aus dem bürgerlichen Lager. Es wird mit einem klaren Sieg des konservativ-liberalen Kandidaten Anibal Cavaco Silva gerechnet. Es scheint lediglich die Frage zu sein, ob der 66jährige Wirtschaftsprofessor gleich im ersten Wahlgang mit 50% der Stimmen gewählt wird oder ob eine Stichwahl erforderlich sein wird.

Einer seiner Gegner, der Sozialist Manuel Allegre, kandidiert gegen den Willen der Parteiführung als Unabhängiger und liegt nach neuesten Umfragen mit 19 Prozent auf Platz 2.Der 69jährige ist einer der bedeuternsten Dichter in Portugal. Der Bruderkampf auf der Linken ist einer der Gründe, warum Cavaco mit so großem Vorsprung in der Wählergunst an der Spitze liegt. Mit dem Sozialisten Mario Soares liegt nämlich ein früherer Kampfgefährte Allegres mit dem 3.Rang der Umfragen. Der 89jährige war eigentlich längst von der politischen Bühne abgetreten. Nach der Nelkenrevolution 1974 trug er dazu bei, dass Portugal zur Demokratie zurückkehrte und wurde als Präsident bereits zum beliebtesten Politiker des Landes. Abgeschlagen auf dem 4.Rang der Vertreter der Kommunisten Jeronimo de Sousa.