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Die Bundeskanzlerin in offizieller Mission in Paris

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Die Bundeskanzlerin in offizieller Mission in Paris

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Beim Debut auf internationalem Parkett hat Deutschlands erste Frau an der Spitze einer Bundesregierung keine Zeit verloren. Und: Ihre Reiseroute ließ und lässt sich als außenpolitisches Programm interpretieren.Paris, Brüssel, London in einem Zug – dann Warschau.Und Frau Bundeskanzlerin hat auch gar kein Problem damit, über die von ihrem Vorgänger gepflegten besonderen Beziehungen einfach hinwegzugehen. Der Politologe Karel Lanoo vom “Zentrum für Europäische Politik-Studien” erklärt, er habe am Ende der Schröder-Ära den Eindruck gehabt, dass Schröder wie der König der künstlichen Aufrechterhaltung der deutsch-französischen Axe auftrat, deren Zeit abgelaufen war.Er meint:“Merkel schaut wahrscheinlich darüber hinaus, in diese Richtung deutet, dass sie gleich nach Chirac Barroso besucht hat.Ich denke, sie fasst die Dinge breiter als eine französische-deutsche Axe, die überholt ist. Es gilt, sich politisch der EU der 25 zuzuwenden.”

Angela Merkel hat sowohl in Washington wie auch in Moskau nicht nur Freundlichkeiten zum besten gegeben.In diesem Sinne darf man auch weiterhin gespannt sein, wie sich unter ihrer Regierung die Beziehungen nach Paris entwickeln – und auf lange Sicht:zu wem in Paris.