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Wahlkampfendspurt in den Palästinensergebieten

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Wahlkampfendspurt in den Palästinensergebieten

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Am Mittwoch werden die Palästinenser zum ersten Mal seit zehn Jahren an die Wahlurnen gerufen. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zeigte sich zuversichtlich. Er rief zu einer hohen Wahlbeteiligung auf. Offenbar kann die Fatah-Partei des Präsidenten trotz ihrer inneren Spaltung damit rechnen, stärkste Kraft zu werden. Jüngsten Umfragen zufolge liegt die Fatah-Bewegung acht Prozentpunkte vor der radikal-islamischen Hamas, die zum ersten Mal an einer Parlamentswahl teilnimmt. Dennoch bleibt die Sorge der Fatah-Mitglieder, die politische Macht an die Hamas zu verlieren, bestehen. Die Wahl wird von enorm hohen Sicherheitsvorkehrungen begleitet werden. Polizisten durften schon vorzeitig ihr Kreuzchen setzen, damit sie am Mittwoch einsatzfähig sind. Mehr als 900 internationale Beobachter überwachen den Urnengang, etwa ein Viertel davon stellt die EU. Zur Wahl stellen sich insgesamt neun Parteien. Die radikale Gruppierung “Islamischer Dschihad” nimmt nicht Teil, sie rief erneut zum Boykott auf. Während eines Trauer- und Protestmarsches im Gaza-Streifen warfen Dschihad-Aktivisten der israelischen Regierung vor, eines ihrer Mitglieder gezielt getötet zu haben. Israel wies dies zurück.