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Spannung steigt in Palästinensergebieten

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Spannung steigt in Palästinensergebieten

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Die Paralamentswahlen in den Palästinensergebieten sollen ruhig und demokratisch ablaufen. Das haben sieben bewaffnete Palästinenserorganisationen versprochen. Sie verpflichteten sich in einer gemeinsam unterzeichneten Erklärung dazu, bis zur Bekanntgabe des Endergebnisses keine Gewalt anzuwenden. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas kam in Ramallah mit dem ehemaligen US-Präsidenten Jimmy Carter zusammen. Carter leitet die Gruppe der amerikanischen Wahlbeobachter. Abbas forderte die Palästinenser erneut dazu auf, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Bereits am Tag vor dem Urnengan galten im Gazastreifen und im Westjordanland verschärfte Sicherheitsbedingungen. Am Mittwoch werden rund 13 000 Polizisten die etwa 1 000 Wahllokale bewachen. Sie durften bereits im Vorfeld ihre Stimme abgeben, damit sie am Wahltag voll einsatzfähig sind. Bei einer Auseinandersetzung unter Fatah-MItgliedern wurde in Nablus, im Westjordanland, ein Wahlkampfhelfer erschossen. Er hatte sich geweigert, ein Wahlplakat abzuhängen. Letzten Umfragen zufolge kann die gemäßigte Fatah-Organisation weiterhin mit einer knappen Mehrheit rechnen. Demnach erhielte sie fünf Sitze mehr im Parlament als die radikal-islamische Hamas-Organisation.