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Staatstrauer in Montenegro nach Zugunglück

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Staatstrauer in Montenegro nach Zugunglück

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Bei dem schwersten Zugunglück in der Geschichte Montenegros sind mindestens 44 Menschen getötet worden, nahezu 200 wurden verletzt. Unter den Opfern sind viele Kinder, die nach den Skiferien auf dem Heimweg waren. Die Regierung Montenegros hat eine dreitägige Staatstrauer angeordnet, der Verkehrsminister des Landes ist bereits zurück getreten. Der Regionalzug war aus dem Nordosten des Landes auf dem Weg zur Küste, als vier Waggons aus den Schienen sprangen und eine 30 Meter tiefe Schlucht hinab stürzten. Die Ursache ist vermutlich ein Defekt der Bremsen. Mehr als 300 Polizisten und Feuerwehrleute waren stundenlang im Einsatz, um die Toten und Verletzten zu bergen. Die Arbeiten wurden durch die Dunkelheit und starke Windböen behindert. Das örtliche Krankenhaus, in das die Verletzten gebracht wurden, schickte am Abend alle Patienten mit leichtereren Erkrankungen nach Hause, um Platz für die Opfer des Zugunglücks zu schaffen. Außerdem wurde die Bevölkerung aufgerufen, Blut zu spenden. Hunderte Menschen stellten sich umgehend zur Verfügung.