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EuroNews-Exklusivinterview mit dem türkischen Außenminister Abdullah Gül

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EuroNews-Exklusivinterview mit dem türkischen Außenminister Abdullah Gül

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Die Türkei hat für Mai oder Juni ein Treffen der vier Parteien im Zypernkonflikt vorgeschlagen.Das sind neben der Türkei und Griechenland das mehrheitlich von griechischen Zypern bewohnte EU-Mitglied “Republik Zypern” und die international nicht anerkannte “Türkische Republik Nordzypern”.Gegenüber EuroNews sagte der türkische Außenminister Abdullah Gül:

“Wir bieten die Öffnung unserer See- und Flughäfen auch für griechisch-zyprische Schiffe an und heben alle Beschränkungen auf.Im Gegenzug wünschen wir, dass die griechisch-zyprische Seite ihr Handelsembargo aufhebt, das gegen die türkisch-zyprische Seite gerichtet ist.Das wäre ein Test für die Aufrichtigkeit der griechisch-zyprischen Seite, ob sie wirklich eine umfassende Lösung will oder nicht.” Eine Wiedervereinigung der seit mehr als 30 Jahren geteilten Insel war zuletzt 2004 gescheitert, als bei einer Volksabstimmung die griechischen Zyprer einen entsprechenden Plan von UN-Generalsekretär Annan ablehnten. Nachfrage von EuroNews: “Glaubt man in Ankara, dass die türkische Militärpräsenz im Norden von Zypern noch gerechtfertigt ist?” Gül:“Die griechisch-zyprische Seite hat den Annan-Plan abgelehnt. Damit war sie es, die den Abzug der türkischen Truppen gestoppt hat, die die Sicherheit der türkischen Zyprer garantieren.Dafür gibt es ein Abkommen, ein internationales Garantie-Abkommen.Aber bedauerlicherweise haben die griechischen Zypern mit der Ablehnung des Annan-Planes den Abzug blockiert.Das ist nicht unser Fehler.”