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"Mütter der Plaza de Mayo" beenden Widerstandsmärsche

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"Mütter der Plaza de Mayo" beenden Widerstandsmärsche

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Zum letzten Mal haben die sogenannten “Mütter der Plaza de Mayo” zu ihrem 24-stündigen Widerstandsmarsch am Präsidentenpalast in Buenos Aires aufgerufen. Seit 1981 protestieren die Frauen damit gegen Unrecht, das während der Militärdiktatur in Argentinien von 1976 bis 1983 geschah. Mehr als 30.000 Menschen sind in dieser Zeit verschwunden. Die Frauen sind inzwischen 74 bis 93 Jahre alt. Mitbegründern Hebe de Bonafini sagte, dies sei der letzte Marsch, denn man habe den Kampf gewonnen, der Feind sei längst nicht mehr in der Regierung. Die “Mütter der Plaza de Mayo” waren 1977 während der Militärdiktatur gegründet worden. Seitdem protestieren sie für Gerechtigkeit und fordern Aufklärung über den Verbleib ihrer Söhne. Mit ihren weißen Kopftüchern und ihren 24-Stunden-Märschen um den Obelisken vor dem Präsidentenpalast sind sie zu einem Symbol für den Kampf für Gerechtigkeit und Menschenrechte geworden. 1992 zeichnete das Europaparlament sie dafür mit dem Sacharow-Preis aus.