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Halonen gegen Niinistö

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Halonen gegen Niinistö

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Am kommenden Sonntag wird die finnische Präsidentenwahl entschieden. Die bisherige Amtsinhaberin Tarja Halonen verfehlte vor 12 Tagen im ersten Wahlgang mit 46,3 Prozent knapp die absolute Mehrheit. Nach Bekanntgabe des ersten Ergebnisses warnte Halonen davor, einen Sieg am 29.1. als selbstverständlich anzusehen, die Karten würden neu gemischt. Ihr Herausforderer ist Sauli Niinisto von der konservativen Sammlungspartei, der beim ersten Wahlgang 24 Prozent erreichte. Der frühere Justiz- und Finanzminister ist derzeit Vize-Direktor der Europäischen Investitionsbank in Luxemburg. Dass es zu diesem zweiten Wahlgang kommt, wird von Fachleuten als Konsequenz eines arroganten Appells des Wahlkampfteams von Halonen angesehen. Dieses hatte ironischer Weise die Finnen dazu aufgefordert, die sowieso sichere Halonen gleich in der ersten Runde im Amt zu bestätigen. Dieses helfe dem Staat, 70 Millionen Euro für die Stichwahl zu sparen. Der finnische Präsident oder eben die Präsidentin wird für maximal zwei Amtsperionden von je sechs Jahren gewählt. Die ehemals politisch-dominierende Stellung wurde inzwischen stark eingeschränkt. Infolge dessen leitet der Präsident in Zusammenarbeit mit der Regierung die Außenpolitik und hat den Oberbefehl über die Armee.