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Halonen wiedergewählt

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Halonen wiedergewählt

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Finnlands Staatspräsidentin Tarja Halonen hat am Sonntag im zweiten Anlauf die Wiederwahl für weitere sechs Jahre im Amt geschafft. Bei der Stichwahl gegen ihren konservativen Herausforderer Sauli Niinistö kam die Sozialdemokratin auf 51,8 Prozent der Stimmen. Niinistö erhielt 48,2 Prozent. Die Beteiligung unter den knapp 4,3 Millionen stimmberechtigten Finnen lag mit 77,2 Prozent unter der vor sechs Jahren mit 80,2 Prozent.

Halonen sagte in einer ersten Stellungnahme, vor sechs Jahren sei sie als erste Frau in das Präsidentenamt gewählt worden, das sei schon interessant gewesen. Heute könnten ihre Anhänger sagen, sie sei als erste Frau wiedergewählt worden. Niinistö hatte beim ersten Wahlgang vor zwei Wochen 24 Prozent der Stimmen erhalten. Die Stichwahl war nötig geworden, nachdem Halonen die nötige absolute Mehrheit verfehlt hatte. Niinistö will nun nach eigenen Angaben zurück nach Luxemburg gehen, wo er einer der stellvertretenden Direktoren der Europäischen Investitionsbank ist. Das Staatsoberhaupt wird seit 1994 von der Bevölkerung direkt gewählt. Das früher in der finnischen Politik herausragende Amt ist nur noch mit außenpolitischen Kompetenzen verbunden. Halonen hatte während ihrer ersten Amtszeit stets sehr hohe Polularitätswerte. Ihr Abschneiden im ersten Wahlgang galt deshalb als überraschend schwach.