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Katastrophe in Kattowitz: Notausgänge waren verschlossen

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Katastrophe in Kattowitz: Notausgänge waren verschlossen

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Zwei Tage nach dem Unglück von Kattowitz steht Polen unter Schock. Unter den Trümmern der eingestürzten Messehalle vermuten die Rettungskräfte keine Todesopfer mehr. Im Laufe des Tages wollten sie die Trümmer abtragen. Die Zahl der Toten stieg inzwischen auf 67, weil ein Mann seinen schweren Verletzungen erlag. 60 Opfer konnten identifiziert werden. Viele Polen sind bestürzt über das Ausmaß des Unglückes. “Hier in der Region hatten wir früher Unfälle in Kohle-Gruben, aber niemals gab es eine solche Tragödie mit so vielen Opfern”, sagte ein Pole. Überlebende berichteten, die Notausgänge der Messehalle seien verschlossen gewesen, vielleicht seien sie auch von Schneemassen versperrt gewesen. Die Ursache für den Einsturz des Daches waren vermutlich die schweren Schneemassen. Der polnische Staatspräsident Lech Kaczynski kündigte an, die Untersuchungen zur Unglücksursache persönlich beaufsichtigen zu wollen. Er verhängte eine dreitägige Staatstrauer.