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Neue Verhandlungen im Atomstreit mit dem Iran

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Neue Verhandlungen im Atomstreit mit dem Iran

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US-Außenministerin Condoleezza Rice ist am Sonntag zu Gesprächen über den Atomstreit mit dem Iran in London eingetroffen. Am Montag abend kommen dort die Außenminister der fünfständigen Mitglieder im UN-Sicherheitsrat und Deutschlands zu Beratungen zusammen. Dabei geht es um die Festlegung einer gemeinsame Haltung vor der Sondersitzung der Internationalen Atomenergie-Organisation am Donnerstag. In Brüssel steht das Thema auf der Tagesordnung des Treffens der EU-Außenminister.

Der iranische Außenminister Manuchehr Mottaki rief die EU auf, keine übereilten Entschlüsse zu treffen. Außetrdem sagte er, man prüfe den russischen Kompromissvorschlag. Demnach könnte die Urananreicherung auf russischem Gebiet durchgeführt werden. Diplomaten befürchten allerdings, dass die konziliante Haltung des Iran nur dazu dienen soll, die angedrohte Anrufung des UN-Sicherheitsrats wenigstens vorerst zu verhindern. Im Iran haben am Sonntag Hunderte Menschen vor dem Nuklearzentrum in Isfahan gegen den internationalen Druck demonstriert. Sie bildeten eine Menschenkette um die Atomanlage und bezeichneten auf Spruchbändern die friedliche Nutzung nuklearer Technologien als selbstverständliches Recht der iranischen Bevölkerung. Der Westen befürchtet hingegen, dass der Iran seine Kenntnisse zum Bau von Atomwaffen nutzen könnte.