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Die illegalen Außenposten jüdischer Siedler im Westjordanland

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Die illegalen Außenposten jüdischer Siedler im Westjordanland

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Die Geschichte des Außenpostens Amona kann man getrost als Musterbeispiel nehmen für das Vorgehen der extrem nationalistischen unter den jüdischen Siedlern im Westjordanland.1990 stellten die ersten Siedler am Rande der offiziell genehmigten Siedlung Ofra ihren ersten Wohnwagen auf das Land eines Palästinensers.Das war natürlich illegal – aber welche Chance hat schon so ein Palästinenser, gegen einen Gruppe zur Landnahme entschlossener Siedler sein Recht durchzusetzen? Amona liegt nordöstlich von Ramallah Im Westjordanland gibt es heute insgesamt 102 solche illegale Sielungen, 33 davon sogar mit festen Häusern.Zusammen mit den 121 offiziellen jüdischen Siedlungen belegen sie 60 Prozent des Westjordanlandes – in dem der Staat der Palästinenser entstehen soll

Im März 2005 belegte die Staatsanwältin Talia Sasson in ihrem Bericht,wie israelische Behörden und auch die israelische Armee das illegale Treiben der Siedler systematisch unterstützen. In dem illegalen Außenposten Amona zum Beispiel wohnten 2004 schon 30 Familien. Hier handelt es sich um rechtswidrige Landnahme nach der Devise: Vollendete Tatsachen schaffen!Zuerst werden Wohnwagen hingestellt, um die schnell ein Zaun gezogen wird. Strom und Wasseranschlüsse lassen sich zumeist von den legalen Siedlungen herüberziehen.Reagiert eine Behörde mit der Aufforderung, alles illegal Errichtete wieder abzubauen, wird dagegen geklagt. Von einer Instanz in die andere. Von einer Berufung zur nächsten einstweiligen Verfügung.Nur selten lassen die israelischen Behörden mit Gewalt abreißen.Die israelische Organisation “Peace now” hat nachgezählt, dass von den 51 seit Amtsanstritt der Regierung Scharon im März 2001 illegal errichteten Siedlungen 33 im Nachhinein eine Genehmigung bekamen.